Reiterverein an der TU Darmstadt:
Einweihung der neuen Reithalle am
20.4.2008
„Die
gestrigen Regenfälle haben eindrucksvoll belegt, wie wichtig dieses Dach für
unseren Verein ist“ – mit diesen Worten begrüßte Dr. Volker Schultz, der
Vorsitzende des Reitervereins an der TU Darmstadt, die vielen Zuschauer, die
zur Einweihungsfeier der neuen Reithalle am 20. April 2008 auf das
Vereinsgelände an der Dieburger Straße gekommen waren.
Mit der Einweihung geht
ein Wunsch in Erfüllung, den Generationen von TU-Reitern seit der Gründung des
Vereins vor 53 Jahren hegten: Die
Schaffung einer zusätzlichen überdachten Reitmöglichkeit in den Maßen 20m x
40m, durch die die schöne, aber leider recht kleine denkmalgeschützte Reithalle
ergänzt wird. Es gab mehrere Anläufe zum
Bau einer Halle, die alle nicht zum Erfolg führen.
Und auch die jüngste
Initiative musste mit erschwerten Rahmenbedingungen wie Baupreissteigerungen
und Auflagen kämpfen, bis an eine Realisierung zu denken war. Doch alle Hürden würden gemeistert. In den letzten Wochen entstand eine kühne, sehenswerte
Konstruktion aus Stahl, Holz und Plexiglas.
Das Dach schwebt auf wenigen runden Strahlträgern über der Erde. Es ist abwechselnd mit dreieckigen Holz- und
Plexiglasplatten gedeckt, wobei die Plexiglasplatten teilweise transparent,
teilweise aber auch grün eingefärbt sind.
Dadurch ergibt sich ein interessantes Lichtspiel, das aber die Pferde in
keiner Weise irritiert. Die vom
Darmstädter Architekturbüro 54f entworfene Planung ist luftig und leicht; es ist
kaum zu glauben, dass mehr als 40 Tonnen Stahl den Platz überspannen.
Der Reiterverein
gestaltete die Einweihungsfeier im festlichen Rahmen. Vereinsmitglieder führten Dressur- und
Springquadrillen auf, aber auch das heilpädagogische Reiten war mit Vorführungen
der Christoph-Graupner-Schule vertreten. Grußworte sprachen Stadträtin Klaff-Isselmann für die Stadt Darmstadt, Vizepräsident Klatt für den Landessportbund Hessen sowie für den
Kreisreiterbund Darmstadt-Dieburg dessen zweiter Vorsitzende Bansa. Vereinsmitglied
und Pfarrer Peter Mädel dankte für das unfallfreie Gelingen des Projektes und
stellte die künftigen Nutzer unter Gottes Segen. Das Fest klang bei schöner Frühlingssonne
aus, die die grünen Scheiben des Dachs kräftig leuchten ließ.